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Wie kommt man von der Forschung in die Wirtschaft? Ein Selbstversuch.

„Darfs auch etwas mehr sein?“ September 4, 2012

So wie es aussieht scheint es nun doch ein wenig problematischer zu sein ein Visum für China zu bekommen.

Einige Anforderungen wurden nun wohl verschärft und da ich in Deutschland ja nicht mehr arbeite oder studiere, brauche ich nun eine offizielle Arbeitserlaubnis. Und die will natürlich in China erstmal korrekt beantragt werden und eine Weile auf den zuständigen Ämtern rumliegen.
Wenn ich Pech habe, muss ich meinen Flug sogar noch verschieben.

Jetzt überleg ich ob ich nicht noch was anderes arbeiten sollte, habe jetzt noch einen Monat Wartezeit, und da ich kein Geld zum Wegfahren und -zum Glück- grad keine arbeitslosen Freunde habe, ist es ganz schön langweilig immer nur drauf zu warten, dass etwas passiert, dann lieber arbeiten.

Das ist natürlich in einer extrem überfüllten Studentenstadt fast unmöglich, denn bevorzugt werden natürlich Studenten eingestellt, alles andere wäre zu aufwendig was Sozialversicherungen und Ähnliches angeht. Und als was könnte ich arbeiten? Telefontante wäre lustig, so als Sommervertretung für jemanden oder sowas. Kellnern wäre auch in Ordnung, aber wie gesagt, da werden Studenten bevorzugt. In der Innenstadt werden auch grade viele Lehrlinge gesucht, aber das ist ja nichts kurzfristiges. Früher sind die Jungen bei sowas doch immer „aufn Bau“ gegangen 😉 Oder sowas wie Erntehelfer? Aber da wurden bestimmt auch schon günstigere Arbeitskräfte eingekauft 😦

Verkaufen könnte ich sicher auch gut, „darfs noch ein bißchen Aufschnitt sein?“ oder Haare schneiden, das würde dann vielleicht nicht so hübsch, aber individuell aussehen 😉 Dann vielleicht doch besser Haare aufkehren?

Meinen Körper möchte ich jetzt auch nicht unbedingt verkaufen 😉 Also wer noch Ideen hat, bitte loswerden 🙂

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Alternativen August 4, 2012

Am Dienstag habe ich meinen Hartz4 Antrag abgeschickt, und gleichzeitig noch eine Bewerbung für eine Stelle in Leipzig, dort wird ein neues Biodiversitätszentrum eröffnet und ich habe mich dort als Scientific Coordinator beworben. Allerdings hab ich dabei schon wieder ein schlechtes Gefühl, denn telefonisch habe ich dort niemanden erreicht, die haben wahrscheinlich Sommerferien. Und so ohne persönliche Beziehungen geht ja garnichts. Vielleicht versuch ich dann nächste Woche nochmal jemanden zu erreichen, denn eine reine Bewerbung, also nur das Anschreiben plus Unterlagen, nimmt keiner ernst, finde ich ein wenig schade, aber so läuft es anscheinend. Hatte auch schon wieder eine Absage im Briefkasten.

An meinem Forschungsantrag schreibe ich leider immernoch, meinem Gastprofessor gefällt mein Projekt in der Beschreibung noch nicht so gut. Also noch keine Ferien.

Hab letzte Woche meinen Schreibtisch geräumt, merkwürdiges Gefühl. Kann immernoch die Bibliothek nutzen und auch meine Experimente beenden, aber ohne Bezahlung.

Mittlerweile denke ich schon über Alternativen nach. Sollte ich vielleicht eine Bar eröffnen? In China Kuchen oder Bratwürste verkaufen? Oder einfach noch ein Jahr lang arbeitssuchend bleiben? Bin schon ein wenig traurig, dass ich gar nicht so richtig die Chance bekomme, mich zu beweisen, also dass die Unternehmen so uninteressiert an ausgebildeten Menschen sind.

 

Arbeitsamt Juli 27, 2012

Heute mal wieder ein Arbeitsamt-Eintrag.

Nach dem ich nun heute zum dritten Mal in die Stadt gefahren bin und das Amt auch nicht zu hatte,

war es dann doch recht nett dort. Ich war in 4 unterschiedlichen Büros für die gleiche Sache 😉 und dann hab ich meinen Antrag mit nachhause bekommen, den darf ich jetzt übers Wochenende ausfüllen und bin dann ganz guter Dinge, dass wenigstens meine Krankenversicherung und ein Teil meiner Nebenkosten bezahlt wird.

 

Mein Antrag für Wien ist in der Endbearbeitung, hat nun doch länger gedauert, als ich dachte, aber ich denke, nächste Woche ist er dann fertig.

Alles andere ist auch schon gedruckt und getütet. Dann heißt es abwarten und Daumen drücken.

Werd mich dennoch weiter bewerben, hab auch schon wieder eine Stelle im Auge, da muss ich bald meine Bewerbung abschicken.

 

 

Bundesagentur für Arbeit III Mai 10, 2012

Ja, ich hab kreative Titel, was?

Heute war ich bei Jenarbeit auf Empfehlung der Bundesagentur für Arbeit.

Das ist quasi das Amt, in dem man Hartz4 beantragen kann. Bei uns in der Stadt liegt das an 2 gegensätzlich gelegenen Stellen. Also war ich heute dort und

die nette Bearbeiterin (die war wirklich nett), hat mir dann gesagt, dass ich ja zu einem anderen Landkreis gehöre und von daher, jetzt kommts,

zur Bundesagentur für Arbeit müsste.

Ja, so ein Spaß, wie gut, dass die mich alle hin- und herschicken, meine sportliche Betätigung ist gerade sowieso eher spärlich.

Ich werde also diese ganzen Arbeitslosgeschichten in den Juni verschieben, Ende Mai weiß ich ja mehr über das Stipendium und die Stelle in Berlin, und vielleicht muss ich dann nirgends mehr hinrennen. Hoffentlich.

 

Bundesagentur für Arbeit II Mai 8, 2012

Heute hatte ich meinen offiziellen Termin beim Arbeitsamt.

Ich wurde ungefähr eine dazu Stunde beraten, wie meine Bewerbung verbessert werden könnte, was es alles für Workshops und Kurse gäbe, mir wurde ein ausführliches Bewerberprofil angelegt, es hieß, Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen könnten bis 100 Euro erstattet werden und so weiter.

Nach einer Stunde fiel der Betreuerin allerdings auf, dass ich ja gar keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte, da ich ja ein Stipendium habe und keinen Vertrag, und dass ich somit keine Betreuung und Ähnliches bekommen würde. Die Frau wurde richtig böse, da sie ihre Zeit verschwendet hatte, nahm mir alle Broschüren wieder ab, meinte, mein Profil würde jetzt gelöscht werden, sie könne mir nicht weiterhelfen, ich müsse dann Hartz4 beantragen, und die müssten mich dann weitervermitteln.

Krass, was das für einen Unterschied ausmacht, ob nun Stipendium oder Vertrag. Und schliesslich hatte mich keiner vorher gefragt auf dem Arbeitsamt, ob ich überhaupt Anspruch habe. Naja, dafür geh ich dann am Donnerstag aufs nächste Amt und schau mal, was mir da so erzählt wird.

Hoffentlich brauche ich im Nachhinein dann keines dieser Ämter, weil ich einen tollen Job habe..

 

Geldquellen und Biologen auf dem Arbeitsmarkt Mai 4, 2012

Gestern hatte ich ein Skype „Gespräch“ mit einer ehemaligen Kommilitonin, auch Biologin, welche nun auch arbeitssuchend ist.

Nach den üblichen Diskussionen (lohnt sich eine Doktorarbeit, wieso sollte man für ein halbes Gehalt Vollzeit arbeiten, Universitätsprofessoren finden MPIs und ähnliche Institute protzig und zu anstrengend und raten daher von diesen ab), kamen wir darauf, dass nun aus unserem kleinen Hauptstudiengang (wir waren 8 in unserem Hauptfach), die Hälfte arbeitslos ist. Oder arbeitssuchend. Eine von uns ist arbeitssuchende Mutti, einer ist seit 1,5 Jahren arbeitssuchend, eine ist nach dem Diplom arbeitssuchend und ich nach dem Doktor. Und so richtig viele Stellen gibt es für keinen von uns.

Klingt schon ganz schön deprimierend, zum Glück liegen unsere Interessen wenigstens ein bißchen auseinander, so dass wir nicht wirklich um die seltenen Jobs konkurrieren. Aber nachdenklich stimmt mich das schon. Man stelle sich vor, wie viele Biologen jedes Jahr ihren Abschluss schaffen! Und bei manchen Positionen reicht ja auch der Bachelor. Wo sollen die alle mal arbeiten??? Und hätte ich das schon vorm Studium gewusst, hätte ich dann etwas anderes studiert? Mir macht ja Spaß was ich kann und tue, wieso darf ich dann damit nicht mein Geld verdienen?

Eine Anfrage bei einer relativen großen Firma ergab gestern, dass wohl im Jahr 3-4 promovierte Biologen eingestellt werden würden, jetzt im Moment aber leider nicht.

http://www.peqlab.de/wcms/de/index.php

Und sooo viele Firmen die a) etwas mit Bio und b) etwas mit Forschung zu tun haben, gibt es gefühlt nicht. Muss ich dann jetzt doch einen Postdoc anfangen? Aber wie soll ich mich da für Stipendien erfolgreich bewerben, wenn ich da eigentlich nicht hin will?

 

Im Anschluss an das Skype „Gespräch“ ergab sich noch, dass ich wohl doch einen Anspruch auf Hartz4 haben könnte, am Montag schau ich also mal bei der Bundesagentur für Arbeit vorbei (muss ja meinen Vorbereitungsfragebogen abgeben) und werde dann berichten.

 

 

Bundesagentur für Arbeit April 29, 2012

Filed under: Wissenschaft und Wirtschaft — molekularbiologin @ 8:12 pm
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Letzte Woche habe ich mich online freiwillig als arbeitssuchend gemeldet, da mein Stipendium nur noch bis Juni läuft.

Gleich einen Tag später wurde ich dann angerufen, und alle meine Daten wurden hinterfragt,

selbst ob ich jetzt rund um die Uhr Zeit hätte oder nicht,

und ich hab nur gemeint, dass ich demnächst in den Urlaub fahre (obwohl ich fand, dass das nich relevant war, da ich ja im Mai fahre),

und sofort wurde nach dem genauen Zeitraum gefragt. Ich bin im Laufe des Gespräches immer leiser geworden,

da ich immer mehr das Gefühl hatte, verhört zu werden. Nächste Woche bekomme ich dann in Vorbereitung auf mein Gespräch bei denen ein Vorbereitungspaket, dass ich ausfüllen muss bis zu meinem Termin.

Das Lustige ist ja Folgendes: ich bekomm überhaupt keine Leistungen. Ich wohn ja bei Mutti, und da sie meine Familie ist, muss sie auch für mich zahlen..Fand ich ja krass, dass die mich da so verhören, obwohl ich ja nicht mal was bekomme.

Also bitte drückt mir die Daumen, dass bald mal eine meine Bewerbungen Erfolg hat oder ich das Übergangsstipendium bekomme,

denn in die deutsche Bürokratenmühle geraten möchte ich nicht, da ich ja eigentlich super Arbeitsvoraussetzungen habe, von wegen jung, intelligent, ausgebildet, mobil 😉

 

 
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