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Wie kommt man von der Forschung in die Wirtschaft? Ein Selbstversuch.

Probezeit September 19, 2013

Filed under: Uncategorized — molekularbiologin @ 5:30 pm

Mittlerweile bin ich nun seit fast 7 Monaten in der Firma, davon 5 Monate angestellt. Deshalb steht dann auch mein erster Urlaub an.

Und gleich wenn ich wiederkomme, bricht mein 6. Monat an, danach ist die Probezeit um. Wenn ich bleiben darf, läuft mein Vertrag dann bis 2015, immerhin wären das dann 2 Jahre, die ich abgesichert wäre (bzw. eine normale Kündigunsfrist hätte).

Es läuft immernoch alles ganz gut, natürlich bekomme ich immer mehr Projekte, aber mittlerweile weiß nun auch fast jeder, wofür ich angestellt bin und damit haben sich auch die Projektanfragen spezialisiert.

Wir haben gerade auch 3 Praktikantinnen, man kann also einiges abgeben.

Mittlerweile steige ich auch so langsam bei den geschäftlichen Dingen durch, das ist auch ganz interessant: was nimmt die Firma ein, was verbraucht sie, welche Aktionen steigern den Umsatz. Man lernt ja nie aus.

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Geduldig in der Sinnkrise Mai 15, 2012

Gestern habe ich meinen Reisekostenvoranschlag für mein Stipendium abgeschickt. In diesem musste ich auflisten, wofür ich die 2000 Euro gerne verwenden würde. Eine Kommission entscheidet dann, ob diese Reisen zu meinem Antrag passen oder nicht. Ich habe unter anderem die Kosten für Reisen zu potentiellen Arbeitgebern aufgeführt, Kosten für Laboraufenthalte (Braunschweig oder China) und Jobmessen (Jobmesse in London, Frankfurt, München).

Jetzt heißt es mal wieder abwarten, überhaupt scheint Geduld gerade DER soft skill (eine Kenntniss oder Fähigkeit, die nicht fachlich ist z.B. Lernfähigkeit, Teamfähigkeit,..) schlechthin zu sein.

Warten muss ich auch auf eine Antwort aus Berlin, denn heute habe ich der Firma dort den Vorschlag unterbreitet, ein Praktikum zu absolvieren, dessen Kosten durch das Stipendium gedeckt werden würden. Und noch nebenbei erwähnt, dass ich schon einen Workshop in die richtige Richtung absolviert habe (open source Patent Datenbänke).

Durch meine Ungeduld bin ich mittlerweile schon ein wenig in eine Art Sinnkrise getrudelt, soll ich wirklich arbeitslos bleiben, mit minimalen Chancen in der Industrie? Sollte ich vielleicht doch erstmal ein wenig in der Forschung bleiben, um Berufserfahrung zu generieren?

Dem netten Professor in Wien, welcher mein externer Gutachter für meine Promotion war/ist,  habe ich heute vorgeschlagen, sich mit mir gemeinsam für ein hochrangiges Stipendium (Marie Curie) zu bewerben. Glücklicherweise war er schon selbst einmal Stipendiat, was unsere Chancen erhöhen würde.

Das läuft so, dass man sich ein Projekt ausdenkt, welches einzigartig und unverzichtbar für die europäische Forschungslandschaft ist, sich dann einen Wirtsprofessor aussucht, der einem Platz und Materialien zum Forschen gibt, und dann muss man noch ein Institut finden, an welches man nach den 2 Jahren beim Wirtsprofessor für mindestens ein Jahr geht. Dieses finale Institut muss dann auch wieder in Europa liegen, darf aber nicht mein jetziges sein.

Dafür muss man dann einen etwa 40-seitigen Antrag ausfüllen, um zu beweisen, dass man dieses Stipendium unbedingt braucht und verdient hat.

Deadline ist hier im August, dann wird ewig ausgwertet und gezahlt wird frühestens nächstes Jahr.

Ich finde bis jetzt ist es eine gute Idee, mich dafür zu bewerben, denn wenn ich in der Forschung bleiben muss, dann nur mit einem richtig guten Stipendium. Es gibt noch eins, welches einen ähnlichen Wert hat, das Humboldtstipendium, darauf kann ich mich aber zeitgleich, mit dem gleichen Projekt aber umformulierten Antrag, bewerben.

Und wenn ich vorher einen Job bekomme, muss ich es ja nicht annehmen (wenn ich es denn bekommen würde).

Naja ich sag nur GEDULD 🙂 Ich werde ab Donnerstag auch erstmal 10 tage verreisen, nehm meinen Rechner aber mit, falls mich wichtige Nachrichten erreiche müssen, aber immerhin, muss ich dann lernen, Geduld zu üben!

 

 
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