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Wie kommt man von der Forschung in die Wirtschaft? Ein Selbstversuch.

Organisation März 6, 2014

Filed under: Freizeit,Kind und Karriere — molekularbiologin @ 1:46 pm

Seit einigen Wochen bin ich nun im Mutterschutz zu Hause. Das war am Anfang ein heftiger Einschnitt für mich, nach ein paar Tagen Erholung von der Arbeit und Ausruhen stand ich auf einmal vor einem Berg an Aufgaben und gleichzeitig einer ausgedehnten Leere. Kennt ihr das? Soviel zu tun und man schafft nichts bzw. macht nichts, weil man nicht weiß wo man anfangen soll? Und dann schiebt man Langeweile, obwohl es echt genug zu tun gäbe?

Zum Glück habe ich meinen hauseigenen Projektmanager(DANKE ;-)) Das Wichtigste war in dem Augenblick, alle Aufgaben schriftlich zu erfassen, zu priorisieren und dann auf die vor mir liegende Woche zu verteilen. Und dann abzuarbeiten. Dafür haben wir erst einmal lose alle Aufgaben auf Papier gebracht, zum Beispiel Elterngeldanträge, Mutterschutzgeldanträge, Wohnung putzen, einkaufen, Geburtstage, Ausflüge, Weiterbildungen,.. Alles Mögliche von ganz kleinen Dingen bis hin zu größeren Paketen. Danach wurde alles von A bis C priorisiert, mit A als höchste Wichtigkeit. Und dann noch D, zum Delegieren an andere Personen. Danach wurden dann die Aufgaben zumindest immer für die folgende Woche in einem Kalenderblatt eingetragen, nicht zu viel, es muss ja auch schaffbar sein. Und das funktioniert wirklich sehr gut.

Ähnlich wie auch schon auf Arbeit habe ich also nun auch meine Freizeit strukturiert, und damit geht es mir echt besser, als nur in den Tag hineinzutrödeln. Gut, ich gebe zu, an manchen Tagen klappt das weniger gut, da bin ich manchmal einfach zu träge bzw. zu faul. Aber dadurch, dass ich weiß, dass ich an den Tagen vorher schön meine Aufgaben abgearbeitet habe, habe ich dann auch kein schlechtes Gewissen.

Einige Dinge, die man im Berufsleben lernt, kann man also auch sehr schön auf die Freizeit übertragen, und da arbeitet man dann nur für sich selbst bzw. die Familie, und das fühlt sich ganz richtig an 🙂

 

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Arbeitszeiten November 6, 2013

Bei mir ändert sich gerade mal wieder Einiges. Aber alles andere wäre ja auch langweilig. Nächsten Frühling werde ich mich nach fast einem Jahr Arbeit in die Elternzeit begeben. Das regt natürlich zum Nachdenken über den beruflichen Wiedereinstieg an und über verschiedene Arbeitsmodelle. Wie viel Zeit möchte man mit der Arbeit verbringen und wie viel Zeit mit der Familie? Welches Arbeitsmodell macht mich persönlich glücklich und wie soll sich meine weitere Karriere gestalten?

Mal abgesehen von anderen Faktoren wie Kinderbetreuung und fachlichen Grundlagen mache ich mir Gedanken darüber, welcher Typ Arbeitnehmer ich bin.

Bin ich lieber Angestellter oder Selbstständiger? Möchte ich Führungsverantwortung oder nicht? Wie viel Geld ist mir wichtig? Möchte ich Vollzeit oder Teilzeit arbeiten? Bekomme ich dann genug Rente? Was ist meinem Kind wichtiger, finanzielle Absicherung und Luxus oder meine Anwesenheit und Betreuung?

Ich les mich gerade im Internet ein wenig schlau über verschiedene Arbeitsmodelle. Ich würde schon sagen, dass es immerhin einen Wechsel bei den Ansichten der Arbeitgeber gibt, zumindest in der Industrie in Richtung Arbeitnehmer als Arbeitskraft mit Anrecht auf Freizeit und Erholung. In der Forschung ist das nach meiner Erfahrung nochmal ganz anders, da gibt es kaum eine Trennung zwischen Beruf und Freizeit. Sicher liegt das vielen Menschen, das würde jetzt auch nur zu philosophischen Grundsatzdiskussionen führen.

Ich überlege nun, wie meine Arbeitszeit in dem jetzigen Unternehmen aussehen könnte, es sind gerade einige Frauen aus der Elternzeit wiedergekommen und die arbeiten alle unterschiedlich. Es bleibt auf jeden Fall spannend, vielleicht möchtet ihr ja über eure Erfahrungen berichten?

 

 

 

 

Karrieregedanken August 2, 2013

Mittlerweile sind 3 Monate vergangen. Ab der nächsten Woche habe ich dann auch ein wenig mehr Verantwortung, da ein neuer Schwung Praktikanten bei uns anfangen wird.

Da müssen jetzt Schulungen organisiert und Einarbeitungspläne erstellt werden, Projekte definiert werden und ich selbst, werde auch eine der Praktikantinnen betreuen.

Das ist dann auch ein ganz guter Zeitpunkt, die Sommerferien sind vorbei und es wird in neue Verkaufsprojekte gestartet, bzw. kommen meine Mitarbeiter auch aus dem Urlaub wieder und einige Projekte können endlich weiter gehen.

Ich bin auch gerade in einer Phase, wo ich mich langsam eingearbeitet habe und ich mich frage, wohin ich will. Was sind meine weiteren Pläne? Sicher muss ich ein Jahr Berufserfahrung sammeln, bevor irgendwas weiterläuft, auch einfach um abgesichert zu sein.

Aber sollte man in der Zeit nicht schon an seiner weiteren Ausbildung oder Karriere arbeiten? Will ich überhaupt Karriere machen? Brauche ich mehr Geld zum Leben (immer 😉 ) und was will ich mir davon leisten? Erfüllen mich meine Arbeitsaufgaben mit Zufriedenheit oder ist mir das auf Dauer ein wenig zu eintönig? Was kann ich mit meiner Berufserfahrung auf meinem weiteren Berufsweg erreichen? Welche Fähigkeiten sollte ich mir noch aneignen? Lohnt sich ein Fernstudium?

Ich habe das Gefühl in meiner Firma bin ich damit relativ alleine, alle scheinen mit ihren Stellen rundum zufrieden zu sein und auch schon so festgelegt, es scheint zumindest intern gar keinen Platz für einen Aufstieg zu geben.

Sicher habe ich für alle Entscheidungen noch etwas Zeit, zumindest bis zum Ende der Probezeit. Aber das sind alles Fragen, die mich beschäftigen.

 

Bewerben und Packen September 26, 2012

Heute war ich nun das zweite Mal in Berlin und habe mein fertiges Visum abgeholt, nächste Woche geht es also nach China für ein halbes Jahr mit Weihnachts- und Skipause.

Mittlerweile denke ich auch schon wieder drüber nach, welche Projekte ich bearbeiten werde und wie und was und wo ich veröffentlichen werde.

Denn wenn ich schon nach China gehe soll die Zeit dort dann wenigsten sinnvoll genutzt werden.

Mein Gehalt da wird ungefähr der maximale Hartz4 Satz sein (das DAAD Stipendium bekomme ich leider nicht), aber hoffen wir mal, dass mein Lebenslauf dadurch dermaßen aufgewertet wird, dass es im Nachhinein nicht schadet, sondern sich eher noch lohnt.

Ich habe mich diese Woche auch mal bei Siemens beworben, die haben da so ein durchgeplantes Graduiertenprogramm um sich ihre zukünftigen Manager zu erschaffen, und die nehmen sogar ab und an auch mal Biologen 😉 Also, Daumen drücken.

 

Marie Curie August 15, 2012

Juhu juhu, der Antrag ist fertig, und alle Gutachten hochgeladen-bis auf eins. Aber das ist in Arbeit, hoffen wir das Beste:)

Mein Zukunftsprof meinte auch, der Antrag wär doch noch ganz ordentlich geworden und dass es bei ihm früher einfacher war;)

Morgen nachmittag 17 Uhr ist alles entschieden, bis dahin muss ich alle submitted haben (das heißt hochgeladen ist alles schon, aber ich muss es noch bestätigen). Aber kann ja sein, dass meinem Zukunftsprof noch was über Nacht einfällt;)

Auf jeden Fall ist das schonmal eine Erleichterung:-)

 

München Mai 29, 2012

München hat jetzt leider abgesagt, schade.

…wir danken Ihnen nochmals für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserer Kanzlei. Allerdings hatten wir die schwere Aufgabe, unter den zahlreichen sehr interessanten Bewerbungen eine Entscheidung treffen zu müssen. Dies ist uns nicht leicht gefallen. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Wahl nicht auf Sie gefallen ist. Dies soll jedoch in keiner Weise eine Bewertung Ihrer fachlichen und beruflichen Fähigkeiten darstellen. Wir müssen Ihnen daher für die ausgeschriebene Stelle absagen und bitten Sie um Ihr Verständnis. Für Ihre anderweitigen Bewerbungen und Ihren zukünftigen beruflichen Werdegang wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg. Mit freundlichen Grüßen…

Allerdings gibt es wirklich viele Anwaltskanzleien, die bestimmt auch noch Biologen suchen,

muss ich mich wohl noch ein wenig umschauen.

 

Travel Grant Mai 11, 2012

Heute hab ich mal ein winziges Portiönchen Positives zu berichten.

Ich hatte mich bei einer Graduiertenschule für ein Stipendium über 6 Monate beworben. Einen „Career orientation grant“.

Da hätte ich dann 6 Monate gut Geld bekommen, Ruhe beim Weiterbwerben gehabt und noch ein wenig im Labor herumexperimentieren können.

Dieser Orientation Grant kann aber auch in Form eines Reisekostenstipendiums genehmigt werden.

Genau den hab ich jetzt bekommen, soll heißen, 2000 Euro, die ich im Sinne meiner Bewerbungen benutzen kann.

Ich weiß allerdings nicht, ob der nur europweit gilt, oder ob ich damit auch weiter komme.

Jetzt muss ich mir überlegen, wo ich überall hinwill. Ein Kollege hatte die Idee, ich sollte in Berlin anfragen, ob die mich für einen Monat ein unbezahltes Praktikum machen lassen würden, um mich ein- und kennenzulernen.

Da überleg ich noch. Das hat bestimmt noch nie einer gemacht, aber vielleicht wirkt das dann auch gar zu verzweifelt?

Im September wäre auch eine Jobbörse von Nature (dem großen naturwissenschaftlichen Journal), in London.

Das ist ja noch in Europa.

Und zum Hartz4 Amt muss ich ja dann also doch, das schieb ich aber immernoch in den Juni, schließlich könnte jetzt nach dem Stipendium auch mal eine Bewerbung erfolgreich sein.

 

 
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